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Titisee-Neustadt Öhlermühle

Der Schwarzwald ist geprägt durch die Höfe. Vielfach wurden ihnen kleine, wasserkraftbetriebene und beinahe ganz aus Holz gebaute Bauernmühlen angegliedert. Während der Rodungsphase im 9. bis 13. Jahrhundert wurde das klimatisch ungünstige und schwer zugängliche Waldgebirge des Schwarzwaldes allmählich besiedelt. Daran erinnert die historische Öhlermühle bei Titisee-Neustadt.

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Ab dem 16. Jahrhundert etwa wurde den abgelegenen Schwarzwaldhöfen gegen Zinsabgaben das Mahlrecht zuerkannt. Denn diese einsam gelegenen Höfe waren vor allem in langen, harten Wintern tage- oder wochenlang von der Außenwelt abgeschnitten. Die Bewohner waren ganz auf sich gestellt. Die “Wälderleute” waren somit nicht – wie die Bauern des Altsiedellandes – an eine bestimmte Mühle (Dorfmühle) gebunden.

Besichtigung und Kontakt. Die Öhlerhofmühle wird vom Schwarzwaldverein (Ortsgruppe Titisee) betreut und ist von Frühjahr bis Herbst jeden Sonntag geöffnet. Gruppen, die sich wochentags für eine Mühlenführung interessieren, können sich an den Hofbesitzer August Fürderer wenden, Telefon 07651-5483.

Deshalb kam es im Schwarzwald zum Phänomen, dass die verstreut liegenden Einzelhöfe meist ihre eigene Hofmühle hatten, um als autarkeSelbstversorger aus eigenem Korn Mehl mahlen zu können. Mit dem 20. Jahrhundert und dem anhaltenden Fortschritt in der Mühlentechnik sowie der verbesserten Verkehrsanbindung kam der Niedergang. Von den einst rund 1400 Wassermühlen des Schwarzwaldes gibt es heute schätzungsweise noch weniger als 300.

Viele der verbliebenen Mühlen haben sich heute der “Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung” (DGM) angeschlossen, die jeweils am Pfingstmontag zum Mühlentag einlädt. Dieter Schäfer ist stellvertretender Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg in der DGM und lebt in Friedenweiler bei Titisee-Neustadt.

Eine der bemerkenswertesten Mühlen, die vor dem Verfall bewahrt werden und dank vieler Ehrenamtlicher wieder instandgesetzt werden konnte, ist die Öhlerhofmühle in der Schildwende, einem kleinen Seitental bei Titisee-Neustadt (Abzweig Krankenhaus Richtung Thurner). Sie gehört August Fürderer und seiner Familie und stammt aus dem Jahr 1772.

Die Mühle verfügt über einen eigenen Wohnteil, wird oberschlägig betrieben, besitzt Mahlwerk mit Steingang und Walzenstuhl sowie alle Voraussetzungen, um neben Korn zu mahlen auch Öl zu pressen. Jeweils am Pfingstmontag wird für die Besucher die Hofmühle in Betrieb gesetzt. Handwerker wie Strohschuhflechter, Schindelmacher oder auch das Kunsthandwerk der Bauernsfrauen wird eindrucksvoll demonstriert.