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Oppenau Heimatmuseum

Ein ausgiebiger Blick auf die beiden wichtigen äußeren Einflussfaktoren dieser Entwicklung des Stadtwesens in Oppenau: “Kloster Allerheiligen” und “Fürstbischöfliche Herrschaft Straßburg” leitet über zur neueren Zeit. Dokumentiert werden die Oppenauer Zünfte und diverse Bemühungen zur “Industrieansiedlung im Tal”, wovon einige Exponate Zeugnis ablegen: u. a. Weberei, Holzverarbeitung, Keramik, Ziegelei, bis hin zur Zigarrenherstellung.

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Auch die Entwicklung des Tourismus wird gestreift, zunächst als Badetourismus in “Bad Antogast” und im damals von Oppenau abhängigen Peterstal-Griesbach, denn die Bahnlinie endete in Oppenau!

Das Museum wurde bereits 1938 eröffnet und beim Rathausumbau 1974 in das Dachgeschoß der ehemaligen Schule verlagert, wo es den heutigen angemessenen Platz gefunden hat. Die Gesamtausstellungsfläche des Museums beträgt etwa 175 qm, es ist dies ein großer übersichtlicher Raum, welcher in acht thematische Abteilungen gegliedert ist. I. Gezeigt werden die Leineweberei im Tal von der Hanffaser bis zum fertigen Stoffdruck sowie Exemplare der schönen Renchtäler Bauerntracht und Mobiliar.

Die Stadt Oppenau präsentiert im Renchtal – Heimatmuseum ein kunsthistorisches Kleinod: die Glasgemäldescheiben, so genannte “Schweizer-Kabinettscheiben” aus der Zeit von 1588 bis 1623. Die interessanteste und schönste Scheibe zeigt eine Oppenauer Rats- und Gerichtssitzung um 1620. Der damalige Vogt Jeremias Rebstock hält den Gerichtsstab, am Tisch sitzt der Amtsschreiber. Rechts und links neben dem Vogt sitzen je sechs Gerichtszwölfer, an der Türe steht der Gerichtsdiener. Sechs Scheiben zeigen motivgleich jeweils einen Gerichtszwölfer (den Ratsherrn) mit seiner Ehefrau. Über beiden befindet sich eine Szene aus dem alten Testament mit einem biblischen Spruch, einem so genannten “Gsetzel”. Unter dem Ehepaar sind beider Namen und die Jahreszahl angegeben und das Hauszeichen weist auf den Beruf des betreffenden Gerichtszwölfers hin.

Ein schönes Exemplar ist auch die Oppenauer Wappenscheibe von 1617. Auf einem Schild in der Mitte das Wappen der Stadt Oppenau, ein Torhaus mit zwei flankierenden von Mauern und Zinnen umgebenen Türmen. Ein die Zunge herausstreckender, aufrecht stehender Bär hält eine Fahne, auf der das Oberkircher und Oppenauer Wappen dargestellt ist. Damit wird die Zusammengehörigkeit und Einigkeit der beiden Stadtwesen zum Ausdruck gebracht, die im damaligen Gerichtswesen zwischen Oppenau und Oberkirch verankert war. Die Beschreibung des Stadtbrandes vom 30. August 1615 darunter ist leider nur noch teilweise lesbar. Die Oppenauer Gerichtszwölfer und vor allem ihr damaliger Vogt, Jeremias Rebstock, er war aus einem Straßburger Patriziergeschlecht, waren sehr selbstbewusste, freie Leute, wie diese Selbstdarstellung beweist. In ihrem Amts- und Rathaus, das nach dem verheerenden Brand von 1615 zuerst wiederaufgebaut wurde, fanden diese ursprünglich 29 Scheiben ihren herausragenden Platz. Denn dort saßen die Gerichtszwölfer zum Wohle des Gemeinwesens zu Rate und Gericht. Die meisten Scheiben tragen die Jahreszahl 1617, wurden also vermutlich mit dem Neubau des Amts- und Rathaus geschaffen, drei reichen sogar zurück in die Zeit vor dem großen Stadtbrand von 1615. Sechs weitere, gut erhaltene Scheiben aus Oppenau befanden sich lange im Archiv des Markgrafen Max von Baden auf Schloss Salem, bis sie im Herbst 1995 in das Landesarchiv nach Karlsruhe kamen. Die restlichen Scheiben sind leider verschollen.

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