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Todtmoos Geschichte

Nach einer Legende errichtete der Leutpriester Dietrich von Rickenbach 1255 nach einer Marienerscheinung eine Kapelle auf dem Schönbühl. 1268 wurde an dieser Stelle eine Kirche errichtet, die sofort zur Unserer Lieben Frau (Todtmoos) erhoben wurde. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird Todtmoos 1267, 1275 wird der Ort als Besitz der Habsburger erwähnt. Im Jahr 1300 wurde die Kirche erweitert. 1319 kam Todtmoos als Lehen an das Benediktinerkloster St. Blasien. 1439 wird von einer Wallfahrt Basler Einwohner berichtet, an der 1000 Personen teilgenommen haben sollen.

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Nach einem Brand der Kirche im Jahr 1627 wurde die Wallfahrtskirche im Folgejahr wieder errichtet; sie erhielt einen gewölbten Chor und zwei Seitenschiffe. 1678 zog Herzog Karl V. von Lothringen mit der kaiserlichen Armee durch Todtmoos. 1733 errichteten die Äbte von St. Blasien im Ort eine Sommerresidenz, das Superioratsgebäude, das heute das katholische Pfarrhaus ist. Es wurde durch den Vorarlberger Baumeister Johann Michael Beer von Bleichten erbaut. Die Ausstattung des repräsentativen Bauwerks besorgten Handwerksmeister der Wessobrunner Schule, genannt wird der Stuckateur Hans Michael Hennenvogel. Die Pfarr- und Wallfahrtskirche auf dem Schönbühl wurde in den Jahren 1770 bis 1778 durch den Architekten Franz Joseph Salzmann barock umgebaut. 1778 erhielt der Ort das Marktrecht.

Nachdem Vorderösterreich als Herrschaftsgebiet der Habsburger 1806 erloschen war, ging der Ort an das Großherzogtum Baden. 1847 wurde mit dem Bau einer Straße durch das Wehratal begonnen, 1852 ist die Straße fertig. Um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert wurde der Ort als Erholungsort und Luftkurort entdeckt: 1897 wurde das Kurhaus Luisenbad eröffnet, 1901 folgte das Sanatorium Wehrawald im englischen Baustil als Heilstätte für Tuberkulose-Kranke.

Auch die dörfliche Infrastruktur wurde verbessert: 1903 wurde ein neues Rathaus fertig, 1905 das Forstamt, und 1908 wurde die erste elektrische Leitung durch die Kraftabsatzgenossenschaft Waldelektra in Betrieb genommen. Größere Investitionen gab es erst wieder nach dem Ersten Weltkrieg: 1925 wurde der Aussichtsturm auf dem Hochkopf errichtet, 1927 wurde die Wallfahrtskirche erweitert. 1935 wurde die Teilselbständigkeit der Ortsteile aufgehoben, Todtmoos wurde eine Einheitsgemeinde.

Die erste Lungenresektion in Deutschland an einem Tuberkulosekranken wurde 1948 durch den damaligen leitenden Arzt Dr. Good im Sanatorium Wehrawald durchgeführt. 1951 gründete Karlfried Graf Dürckheim zusammen mit Maria Hippius Gräfin Dürckheim die Existential-psychologische Bildungs- und Begegnungsstätte Todtmoos-Rütte.

Die Folgejahre waren in der Gemeinde geprägt von Investitionen zur Verbesserung der Infrastruktur: 1953 Bau von Wasserleitung und Kanalisation in Vordertodtmoos, 1956 Einweihung der neuen evangelischen Kirche „Zum guten Hirten“, 1960 Einweihung des neuen Schulhauses auf der Jägermatt, 1961 Bau einer großen Zentralkläranlage für Vordertodtmoos. Im Jahr 1968 konnte die Todtmooser Pfarrei ihr 700-jähriges Jubiläum feiern.

Die Verwaltungsreform in Baden-Württemberg brachte für die Gemeinde Todtmoos einige Änderungen: Da der Landkreis Säckingen aufgelöst wurde, kam der Ort 1973 zum Landkreis Waldshut; 1975 konnte der Beitritt zum Gemeindeverwaltungsverband St. Blasien den drohenden Verlust der Selbständigkeit der Gemeinde verhindern. Im gleichen Jahr fand das erste Schlittenhunderennen statt, eine Veranstaltung, die Todtmoos weltweit bekannt machte. 1985 fand die erste Europameisterschaft in dieser Sportart in Todtmoos statt, 1994 die erste Weltmeisterschaft in Deutschland.

1980 wurde die Wehratalhalle mit Kurhaus, Turnhalle und Feuerwehrhaus eingeweiht. 1980 wurde das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“ durch das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg bestätigt. In den Folgejahren wurde ein neuer Kurpark eingeweiht (1983), das Freibad saniert (1986), das Museum Heimethus eingerichtet (1991), das Schaubergwerk „Hoffnungsstollen“ eröffnet und die Schule saniert (2000).