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Bernau Zauberwald-Pfad

Durch die verwunschene Hochmoorlandschaft des Taubenmoos in Bernau, Ortsteil Oberlehen, führt auf 2,5 Kilometern der Zauberwald-Pfad. Üppig wachsen Moose, Farne, Rauschbeeren und Wollgras. Schmale Wege schlängeln sich durch Wald und Wiesen, Moorbächlein murmeln, es geht über hölzerne Stege und Brücken. Der richtige Ort, um Geschichten zu erzählen. Hier erfährt man vom einst versunkenen Kloster im Moor mit seinen prassenden Mönchen oder vom Schweinewiibli, das trunkene Bauern ins nächtliche Verderben lockte. Der Rundweg ist für jeden ein wunderschönes Erlebnis.

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15 Spiel-, Erzähl- und Infostationen machen den Weg zu einem herrlichen Naturerlebnis: Kinder können am Wasserad plantschen, von Kletterbäumen ins Moor schauen, im Hexenhüttle spielen. Erzählt wird vom versunkenen Kloster und vom seltsamen Schweinewiibli. Auf einem Pirsch-Pfad haben sich 20 Tiere im Wald versteckt.

Start des Zauberwald-Pfades ist am Parkplatz Loipenzentrum/Loipenhaus beim Ortsteil Oberlehen. Der Weg ist auch mit dem Kinderwagen begehbar. Mit Rollstuhl oder Rollator geht es nicht.

Tipp: Kann man im Moor wirklich versinken? Wo wächst das Peitschenmoos? Und wo haust das Schweinewiibli? Viel Spannendes gibt es im Taubenmoos zu entdecken. Entdeckt auf eigene Faust den wunderschönen Zauberwaldpfad.

Das Gebiet des Taubenmoos ist in der letzten Eiszeit, vor etwa 10.000 Jahren, entstanden. Seltene Pflanzen und Tiere haben hier ihren Lebensraum gefunden. Entlang des Zauberwald-Pfades blühen Siebenstern, Arnika und Sumpf-Herzblatt, weiden Hinterwälder Rinder, zirpt der Warzenbeißer, fliegen Hochmoor-Gelbling und Perlmuttfalter. Das Taubenmoos steht unter Naturschutz.

Haben Sie schon einmal etwas vom Kältepol in Bernau gehört? Es ist eine Stelle, an der im Sommer die Temperatur von nächtlichen Minusgraden bis etwa 28 Grad am Tag klettern kann. Über das geografische Phänomen informiert eine Infotafel im Alten Moor.

Das Taubenmoos ist ein vergleichsweise kleines Teilgebiet und liegt im Naturraum der Menzenschwand-Bernauer Hochtäler in einem Seitental der Bernauer Alb auf einer Höhe von etwa 1000 Höhenmeter. Die Ablagerungen und das Geschiebe der Gletscher verhinderten den Abfluss des Schmelzwassers.

Aus kleinen Tümpeln und Sümpfen entwickelte sich in dem kühlen und feuchten Gebirgsklima ein ausgedehnter Moorkomplex, der heute zu einem großen Teil bewaldet ist. An den Talhängen schließen sich an die Moore ausgedehnte Weidfelder an und im Talausgang kommen zusätzlich artenreiche Mähwiesen vor. Im Taubenmoos kommen neben verschiedenen Moor-Lebensräumen auch sehr seltene und zum Teil gefährdeten Pflanzenarten ebenso wie zahlreiche Tagfalter- und Heuschreckenarten der Roten Liste vor. Das Gebiet hat aufgrund des Vorkommens einiger Arten eine überregionale Bedeutung für den Biotop- und Artenschutz.

Die Vegetation der Hochmoore wird von Torfmoosen gebildet. In den etwas trockeneren Randbereichen kommen Zwergsträuchern wie die Heidelbeere, das Heidekraut und die Rauschbeere vor, wobei die letztgenannte Art im Taubenmoos große Bestände bildet. Die Niedermoore und Übergangsmoore sind artenreicher, liegen am Rand kleiner Bäche innerhalb der Weidfelder und werden den sog. Braunseggen-Rieden zugerechnet.

Bei den Wäldern des Taubenmoos handelt es sich überwiegend um Tannen-Fichtenwälder, die am Rand der Hochmoore oder entlang des Rönischbächles in großflächige Bestände des Peitschenmoos-Fichtenwaldes oder in reine Fichten-Moorwälder übergehen.

Die Sage vom versunkenen Kloster

Im Taubenmoos gab es einst ein blühendes Kloster, das dudrch den gottlosen Lebenswandel der Mönche unterging. Die Mönche waren ausgelassen, unsittich, gottlos und taub gegenübe den Ermahnungen ihres frommen Abtes. Dieser wusste sich eines Tages keine andere Hilfe mehr, als dass er aufbrach, um beim Heiligen Vater in Rom selbst Rat zu holen, auf welche Weise er seine Mitbrüder wieder auf den rechten Pfad der Tugend bringen könnte. So ließ er sich das beste Ross im Kloster satteln und machte sich schweren Herzens auf den langen und beschwerlichen Weg nach Rom. In späteren Jahren fand man beim Torfstechen im Taubenmoos ein recht sonderbar gebogenes Eisen, das die Alten im Dorf für ein verlorenes Hufeisen vom Ross des Abtes hielten und lange Zeit in einer der Bernauer Kapellen in einem Schrein aufbewahrt wurde. Leider verschwand es später, als eine Bande diebischer Mönche aus Sankt Blasien durch das Bernauer Tal zog. Nun war also der Abt auf Reisen und die Mönche gaben ihrem ausschweifenden Leben vollen Lauf.

Sie fraßen ganze Ochsen, brieten gewildertes Wildbret, soffen Bier und Wein kübelweise. Selbst an Sonn- und Fertagen erklangen keine Glocken mehr zum Gebet. Und die Bauern in der Umgebung hörten nur mehr Sauf- und Spottlieder aus den Klostermauern schallen und die Lichter der Klosterkirche, die das liederliche Volk in eine Schwenke verwandelt hatte, leuchteten weit über die Hügel die ganze Nacht bis hinüber zu den Kaiserhäusern.

Es war aber an einem hohen kirchlichen Festtage, kurz vor der Rückkehr des Abtes, als sie es besonders toll trieben. Sie schnitten den Rössern die Schweife ab, flochten daraus Zöpfe und Perücken, schneiderten sich aus ihren Mönchskutten Frauenkleider und Röcke, banden eifrig Reisigbesen und feierten wohl einen Hexensabbat. Doch mitten im Tanz, den sie mit wilden Gebärden vollführten, mit Schuhen aus Weißbrotrinde, deren Inhalt sie dem Vieh zum Fraß vorwarfen, erhob sich ein dumpfes Grolle, Blitze zuckten, Rauch und Dampf quoll aus den Ritzen der Mauern und mit mächtigem Getöse zervielen die Mauern des Klosters und versanken für ewige Zeiten im Moor. - Ulrike Spiegelhalter