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Furtwangen

Das 1084 gegründete Kloster St. Georgen spielte die herausragende Rolle bei der Besiedlung der Gegend um Furtwangen. Die Mönche und ihre Bauern rodeten das Land und gründeten die ersten Ortschaften. Furtwangen in der Ferienregion Donau-Baar im Landkreis Schwarzwald-Baar-Kreis ist längst zu einer interessanten Stadt herangewachsen.

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Erstmals urkundlich erwähnt wird Furtwangen mit seiner Kirche in einem päpstlichen Privileg des Jahres 1179. Während die geistliche Versorgung der Bevölkerung in den Händen des Klosters lag, sorgten bis 1218 die Zähringer, dann die Herren von Triberg und seit 165 bis zum Ende Vorderösterreichs die Habsburger für den weltlichen Schutz. Furtwangen wurde während des Dreißigjährigen Krieges von einem Heer des Herzogs von Weimar geplündert und in Schutt und Asche gelegt. Eine große Katastrophe war auch der Stadtbrand von 1857.

Die wirtschaftliche Entwicklung und Bedeutung des Ortes ist seit dem 17. Jahrhundert eng mit dem Uhrengewerbe verbunden, das im 18. Jahrhundert eine erste Blüte erlebte und im Deutschen Uhrenmuseum hervorragend dokumentiert ist. Waren zuvor Uhren als Nebenbeschäftigung an langen Winterabenden hergestellt worden,so kam es nun zur Professionalisierung der Produktion. Schwarzwälder Uhren aus Furtwangen wurden auf allen Kontinenten verkauft.

Mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert nahm auch die Fabrikation von Uhren einen weiteren Aufschwung. Die 1850 eingerichtete Uhrmacherschule, deren erster Rektor der Ingenieur Robert Gerwig, der Erbauer der Schwarzwaldbahn, war, sorgte für hochqualifizierte Arbeitskräfte. Äußeres Zeichen der erfolgreichen und stürmischen Entwicklung Furtwangens war die Stadterhebung im Jahr 1873. Große Uhrenfabriken wie Furtwängler, Siedle oder Baduf boten Ende des 19. Jahrhunderts fast 2000 Arbeitsplätze.

Mit der Eröffnung der Bregtalbahn im Jahr 1893 wurden zudem die Verkehrsverhältnisse entscheidend verbessert, so dass die Uhrenindustrie erneuten Aufwind bekam und um 1900 ihren Höhepunkt erlebte.

Der Erste Weltkrieg brachte einen Einbruch, der zwar bis 1925 einigermaßen ausgeglichen werden konnte, in der Weltwirtschaftskrise aber zu einem radikalen Abbau der Arbeitsplätze bis auf 500 führte. Damals verließ jeder zehnte Bürger die Stadt. Nach dem zweiten Weltkrieg kam es zu einer tiefgreifenden Umgestaltung der Furtwanger Industriekultur.