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Triberg Wallfahrtskirche

Nicht entgehen lassen sollten sich Triberg-Besucher einen Abstecher zur berühmtesten Gotteshaus in der Raumschaft. Die Wallfahrtskirche “Maria an der Tann`” liegt nur wenige Gehminuten von den Wasserfällen entfernt, unmittelbar an der alten Landstraße nach Schonach.

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Eine seit 1695 bestehende kleine Holzkapelle musste wegen der laufend steigenden Zahl von Wallfahrern schon 1697 durch eine größere Kapelle aus Stein ersetzt werden. Zwei Jahre später war die Andachtsstätte erneut zu klein geworden. Und so erfolgte 1699 die Grundsteinlegung zur Wallfahrtskirche “Maria in der Tann`”, die dann am 21. November 1705 mit einem ersten feierlichen Gottesdienst ihrer Bestimmung übergeben wurde.

Der äußerlich schlichte, rechteckige Kirchenbau erhielt einen wuchtigen Glockenturm mit einem für die Zeit typischen ziebelförmigen Turmhelm. Das mächtige, tief herabgezogene Satteldach des Langhauses geht in gleicher Firsthöhe in das weniger weit heruntergezogene Chordach über. An dieser Stelle ziert ein ebenfalls zwiebelhaubiges Dachreitertürmchen den langgezogenen First.
Ein unverwechselbarres Charakteristikum des Kirchenbaus ist das 1788 geschaffene Langhausportal, dessen zweiläufiger Zugang von einem, auf zwei Sandsteinsäulenden ruhhenden und einer Turmhaube gleichenden, im sogenannten Flammenschwung gestalteten Vordach geschützt wird.

Der prächtige, reich geschmückte Hochaltar des Villinger Schnitzers Anton Joseph Schupp und seines Bruders Johann Schupp d.J. aus dem Jahr 1705 dominiert den schlichten Innenraum. Im Altar, der als eine der bedeutendsten Barockschöpfungen des beginnenden 18. Jahrhunderts im deutschen Südwesten gilt, befindet sich das aus Lindenholz geschnitzte, 360 Jahre alte Gnadenbild, eine Marienstatue mit dem Jesuskind auf dem Arm. Es wurde 1645 von Friedrich Schwab nach seiner Heilung vom Aussatz gestiftet und am Ursprung der Wallfahrt in einer kleinen Höhlung jener Tanne aufgestellt, die direkt neben der wundertätigen Quelle wuchs.

Ein silberner Altartischvorsatz (Antependium), ein Geschenk des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden, – besser bekannt unter dem Namen Türkenlouis – und seiner Frau Sibylle Augusta, ziert an besonderen Festen den Hochaltar. Im rechten der beiden deutlich zurückhaltender gestalteten Nebenaltäre befindet sich ein einfacher Glasschrein mit den Gebeinen der heiligen Märtyrin Serena (+ 408), der Tochter des römischen Kaisers Honorius. Die reich dekorierte Kanzel mit ihrem ebenfalls von den Gebrüdern Schupp stammenden Figurenschmuck, das mächtige Chorbogenkreuz und die übrigen Statuen bilden weitere Höhepunkte der spätbarocken Ausgestaltung des Gotteshauses.

Die Wand gegenüber der Kanzel wird von einem übergroß wirkenden Votivgemälde des Rottweiler Malers Johann Georg Glückher beherrscht. Dieses Tafelbild trugen die Villinger Stadtväter am 21. November 1715 zu Fuß nach Triberg in die Wallfahrtskirche als Dank für die Errettung Villingens von einer französischen Belagerung.

Nach der gründlichen inneren und äußeren Sanierung und Renovierung zwischen 1983 und 1987 erstrahlt das Gotteshaus, das gleichzeitig Tribergs bedeutendstes, unter Denkmalschutz stehendes Kleinod ist, in neuem beziehungsweise altem Glanz.