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Donaueschingen Fürsten Fürstenberg

Das Fürstliche Haus Fürstenberg gehört zum Hochadel Deutschlands. Fangen wir mit der Geschichte am besten vor über 700 Jahren – um genauer zu sein im Jahre 1283 – an. Rudolf von Habsburg übertrug damals die Grafschaft Baar samt Donaueschingen an Heinrich von Fürstenberg. Mit der königlichen Urkunde wurde auch das Recht, Bier zu brauen, an den Fürsten übertragen. Doch dazu später.

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Heinrich von Fürstenberg war einer der tüchtigsten Söhne des Hauses zu Fürstenberg. Er kämpfte unerbittlich für die Monarchie und trug in der Schlacht auf dem Marchfelde sogar das königliche Banner zusammen mit seinem “Kollegen”, dem Burggrafen von Nürnberg. Auch in Friedenszeiten war er ein tatkräftiger Landesherr. So förderte Heinrich die Hauptstadt Villingen, gründete die Stadt Vöhrenbach und unterstützte verschiedene Klöster.

Doch auch in hochadeligen Häusern schlägt die Geschichte gnadenlos zu. In den folgenden Jahrhunderten sorgten Erbteilungen, Mißwirtschaft und Kriegsunglück für Land- und Machtverlust.

Erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts erstrahlten die Grafschaften wieder in ungeteiltem Glanz. Die Brüder Wolfgang und Heinrich VII. vereinigten den gesamten Besitz wieder. Beide dienten Kaiser Maximilian. Wolfgangs Sohn, Friedrich II. vergrößerte den Besitz und die Macht der Familie durch die Vermählung mit der Gräfin Anna von Werdenberg. So gehört seitdem das wunderschöne Schloß Heiligenberg zum Familienbesitz, das wegen seines prächtigen Rittersaales und der berühmten Schloßkapelle zu den schönsten Bauten der Renaissance zählt.

Graf Friedrich V. von Fürstenberg, ein Nachfahre Friedrichs des II., brachte die Herrschaft Weitra in Niederösterreich an das Haus Fürstenberg. Noch heute ist Weitra im fürstenbergischen Besitz und gehört inzwischen Prinz Johannes zu Fürstenberg, dem jüngsten Sohn von Joachim Egon Fürst zu Fürstenberg und Paula Fürstin zu Fürstenberg, geb. Gräfin zu Königsegg-Aulendorf.

Fürst Joseph Wilhelm Ernst verlegte 1723 seine Residenz nach Donaueschingen und vereinte bis 1744 alle fürstenbergischen Besitzungen in seiner Hand. Ihm hat das Geschlecht zu Fürstenberg nicht nur die Ausdehnung der reichsfürstlichen Würde auf die gesamte Nachkommenschaft zu verdanken, sondern auch die Schöpfung des Fürstenbergischen Staatswesens.

Sein Nachkomme, Fürst Karl Egon II., vereinigte 1804 die böhmischen Besitzungen mit den schwäbischen Landen und regierte unter der Vormundschaft seiner Mutter, einer geborenen Prinzessin von Thurn und Taxis noch zwei Jahre als deutscher Reichsfürst. Da der Fürst dem Rheinbunde nicht beigetreten war, wurde er auf Befehl Napoleons abgesetzt und sein Fürstentum 1806 den Ländern Baden, Württemberg und Hohenzollern zugeschlagen.

Die Mediatisierung war natürlich ein harter Schlag für das Fürstliche Haus, dennoch bedeutete sie nicht die Aberkennung jeglicher Privilegien. So befand sich das Geschlecht nun in einer neudefinierten Gruppe von ‘Standesherren’, die eine Stellung zwischen den Herrscherhäusern und dem niederen Adel bekleidete und auch dadurch in den Genuß vielfältiger Privilegien kam. Das Heilige Römische Reich jedoch war mit der Abdankung des Kaisers 1806 und der Gründung des Rheinbundes endgültig aufgelöst.

1854 wurde Karl Egon III. geboren. Der Sohn des kunstsinnigen FürstenKarl Egon II. errichtete die berühmten Fürstlichen Sammlungen in Donaueschingen. Wissenschafts- und Kunstinstitute, wie das Kupferstichkabinett und die Hofbibliothek, machte er der Öffentlichkeit zugänglich. Auch sein Enkel, Fürst Max Egon II, führte die kulturelle Tradition weiter fort. Zudem förderte er die Musik und ist somit Ahnherr der – auch heute noch stattfindenden – Donaueschinger Musiktage.

Auf Max Egon II. folgte Karl Egon V., der wegen Kinderlosigkeit auf das schwäbische Hausgut verzichtete und im Jahre 1936 die Besitzungen von Weitra in Niederösterreich übernahm.

Im Jahre 1973 gingen die fürstenbergischen Besitzungen von Weitra durch Adoption auf Prinz Johannes über, den Sohn von Fürst Joachim Egon zu Fürstenberg. Fürst Joachim Egon verstarb im achtzigsten Lebensjahr am 9. Juli 2002. Zu den Beisetzungsfeierlichkeiten in Donaueschingen wurden über fünfhundert Gäste aus dem europäischen Hochadel, aus Politik, Wirtschaft und Kultur in Donaueschingen begrüßt. Der Fürst fand seine letzte Ruhe in der Familiengruft Maria Hof zu Neudingen.

Sein ältester Sohn, Fürst Heinrich zu Fürstenberg, folgt seinem Vater als Chef des Hauses Fürstenberg. Er ist verheiratet mit Maximiliane, geb. Prinzessin zu Windisch-Graetz. Das Paar und dessen Söhne Christian und Antonius leben in Donaueschingen. Um eine langfristige Kontinuität in der Führung der Unternehmensgruppe des Hauses Fürstenberg zu gewährleisten und eine erbschaftsteuerlich günstige Nachfolgeregelung zu erreichen, hat der verstorbene Joachim Egon Fürst zu Fürstenberg in Abstimmung mit seinem Sohn Heinrich Fürst zu Fürstenberg entschieden, Erbprinz Christian (24) als alleinigen Erben einzusetzen. Fürst Heinrich zu Fürstenberg leitet weiterhin die Unternehmensgruppe. Erbprinz Christian wird seinen begonnenen Ausbildungsweg außerhalb des Hauses fortsetzen und sich zu gegebener Zeit in dessen wirtschaftliche Belange einarbeiten.