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Friesenheim Oberschopfheim

Das Weinbaudorf Oberschopfheim liegt nördlich von Friesenheim. Der Ort hat 2800 Einwohner und liegt am Fuße des Schwarzwaldes in einem Tal der Lehmhügel der Vorgebirgszone der Oberrheinischen Tiefebene. Am Rande des Ortes liegt die Bundesstraße 3, über das Ortsgebiet führen auch die Bundesautobahn 5 und die Rheintalbahn der Deutschen Bahn AG. Oberschopfheim war früher ein durch Land- und Forstwirtschaft geprägter Ort. Heute spielen noch der Wein- und Maisanbau als Nebenerwerb eine Rolle. Der überwiegende Teil der berufstätigen Einwohner pendelt in die benachbarten Städte Offenburg und Lahr.

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Sehenswürdigkeiten in Friesenheim: Ortsbeschreibung | Oberschopfheim |

Der Ort wurde erstmals 763 n. Chr in einer Urkunde des Bischofes Heddo I. von Straßburg als Scopfheim erwähnt. Der Name Scopfheim bezog sich dabei auch auf das Gebiet der heutigen Orte Niederschopfheim und Diersburg der Gemeinde Hohberg. Aber vermutlich war bereits zur römischen Zeit eine Besiedlung vorhanden. Über das Gebiet von Oberschopfheim führten zwei römische Straßen und in den Nachbarorten Schuttern, Oberweier und Niederschopfheim gibt es römische Funde. In Schuttern war dies eine römische Straßenstation.

Während des Mittelalters bestand in Oberschopfheim mindestens ein Lehnshof. 1016 schenkte Kaiser Heinrich II. dem Kloster Schuttern Besitzungen in Scopfheim. Auch die Herren von Geroldseck spielten eine besondere Rolle. So befindet sich im Nachbarort Diersburg, der lange mit Oberschopfheim verbunden war, eine Burg einer Seitenlinie der Geroldsecker. Bei der Teilung der Herrschaft Geroldseck blieb Oberschopfheim im Besitz beider Linien. 1481 wurde unter anderem Oberschopfheim an den Markgrafen von Baden verpfändet. 1972 wurde die selbständige Gemeinde Oberschopfheim im Zuge der Gemeindereform in die Gemeinde Friesenheim eingegliedert.

Sehenswürdigkeiten sind die Gutleutkirche, umgangssprachlich auch Leutkirche, eine in freiem Feld stehende Kirche, sowie die katholische Pfarrkiche St. Leodegar. Sie ist reich ausgestattet, unter anderem mit den Kreuzwegstationen von Karl Nägele. Die Leutkirche war die mittelalterliche Pfarrkirche für die Dörfer Leutkirch, Oberschopfheim und Diersburg. Der Ort Leutkirch selbst ging im 15. Jahrhundert ein. Die Kirche mit ihrem Chorturm aus dem 13. Jahrhundert überlebte als Friedhofs- und Wallfahrtskirche und wurde 1964 als gesamte Kirche wiederaufgebaut. Bemerkenswert sind die Wandmalereien aus dem frühen 16. Jahrhundert im Chor der Kirche.