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Altensteig Berneck

Die ehemalige Stadt Berneck im Schwarzwald ist wirklich winzig. Sie galt einst als zweitkleinste Stadt in Württemberg. Heute gehört sie zur Stadt Altensteig. Berneck – vor allem die auf einem Bergsporn gelegene Oberstadt – ist ein beliebtes Touristenziel. Der Ort wird dominiert von der durch ihre Schildmauer berühmten Burg Berneck aus der späten Stauferzeit. Die Schildmauer ist 38 Meter hoch und bis zu 2,60 Meter dick. Die Burg ist noch immer von den Herren von Gültlingen bewohnt.

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Berneck ist in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als Bernech belegt, 1294 als Berneck. Nach ihm nannte sich zunächst eine edelfreie Familie. Ab 1294 saß hier eine Niederadelsfamilie, die im Gefolge der Grafen von Hohenberg erscheint. Sie wurde durch die Herren von Gültlingen beerbt. Diese bestimmten bis zum Übergang an Württemberg 1805 die Geschicke des im 14. Jahrhundert zur Stadt erhobenen Ortes (1367 wurde Berneck erstmals als Stadt erwähnt). Berneck steuerte zum Kanton Neckar-Schwarzwald der Reichsritterschaft.

Der Ortsherr Balthasar von Gültlingen führte ab 1536 die Reformation ein. Die evangelische Pfarrkirche geht auf eine Kapelle von 1490 (1508 als Marienkirche bezeugt) zurück und wurde 1753 erneuert. Bis zur Eingemeindung am 1. Januar 1972 war Berneck die zweitkleinste Stadt in Württemberg.

Burg Berneck

Die Burg Berneck, auch Oberes Schloss genannt, ist eine teilweise erhaltene Höhenburg auf dem Felssporn zwischen Köllbach und Bruderbachtal bei Berneck (Schlosssteige 20), einem heutigen Stadtteil von Altensteig im Landkreis Calw in Baden-Württemberg.

Die Burg wurde um 1050 bis 1100 von den edelfreien Herren von Berneck (Bernech) erbaut und Anfang des 12. Jahrhunderts erwähnt. Ab 1294 sind sie als ministeriales Adelsgeschlecht bezeugt, im Gefolge der Grafen von Hohenberg. Das im 16. Jahrhundert ausgestorbene Geschlecht wurde aber schon im 14. Jahrhundert von den Herren von Gültlingen beerbt. Das Schloss blieb bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein Kondominium des Geschlechts.

Nach Bränden 1559 und 1660 wurde 1674 das Obere Schloss errichtet. Von 1846 bis 1847 wurden nach einem weiteren Brand die heutigen neogotischen Wohnbauten errichtet.

Bei der Burganlage handelt sich um eine Schildmauerburg mit Bergfried aus Buckelquadermauerwerk mit Wehrgang und Ecktürmchen. Die 26,6 Meter lange, etwa 38 Meter hohe und am Fuß 3,3 Meter starke Schildmauer ist erhalten und weithin sichtbar. Der aus dem Felsen gehauene Halsgraben, der die Stadt und die Burg nach außen sicherte, ist verfüllt.