Pflanzen
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Die Bewohner des Kaiserstuhls – wären sie nicht so bescheiden - könnten mit Recht behaupten, in einer der vielseitigsten und schönsten Landschaften zu leben. Dies bezieht sich ebenso auf die Pflanzenwelt. Von den etwa 55 in Deutschland existierenden Orchideenarten sind allein 33 am Kaiserstuhl beheimatet. Allerdings sind sie auch hier in ihrer Existenz bedroht, was ihre Ursache mit der Veränderung des Biotops, der Einengung ihres Lebensraumes, zusammen hängt.
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Aber auch biologische Ursachen setzen den unter absolutem Schutz stehenden Gewächsen zu. Hier wachsen Arten wie der Frauenschuh und das Brand-Knabenkraut, die erst vom 13. oder 16. Jahr an zu blühen beginnen und damit fortpflanzungsunfähig werden. Werden sie in diesem ersten Blütenjahr abgerissen oder ausgegraben, besteht keine Chance der Vermehrung.
Der beste Lebensraum der Kaiserstuhl-Orchideen, der Halbtrockenrasen, wird wie die anderen feuchteren oder schattigeren Standorte immer mehr beschnitten. Blühen im zeitigen Frühjahr Küchenschelle und die verschiedenen Anemonen- und Ehrenpreisarten, so werden die Hänge des Vulkangebirges vom Badberg bis nach Bischoffingen und den Hauptkamm hinüber bis nach Achkarren in leuchtende Blumenteppiche verwandelt.
Schon im Mai, spätestens jedoch im Juni, öffnen die Orchideen ihre zarten Blüten und ersetzen die breite Buntheit durch erlesene Farbtupfer.
Im Mai beginnt auch die Pflanzengesellschaft des Volltrockenrasen, der am Kaiserstuhl zu den bestentwickelten Mitteleuropas zählt, ihren Blütenschleier zu entfalten, der in den Sommermonaten zur vollen Pracht gelangt. Die Trockenrasengebiete im Bereich des Badberges und an der Rheinhalde bei Burkheim sind für jeden Naturfreund zugänglich. Am Badberg schließt sich nach Süden bis zum Eichstetter Tal ein ausgedehnter Halbtrockenrasen an.
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