Hochmoor bei Hinterzarten im Schwarzwald
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Größtes Hochmoor in der Region
Unmittelbar an der Bundesstraße 31, die von Freiburg über den Hochschwarzwald nach Donaueschingen führt und damit den Breisgau mit dem Bodenseeraum sowie die Autobahnen Karlsruhe-Basel und Stuttgart-Singen miteinander verbindet, liegt eines der größten Moorkomplexe des Schwarzwaldes.
Eingeklemmt zwischen Bundesstraße und dem Kurort Hinterzarten breitet sich eine 70 Hektar große Fläche aus, die im Ruf steht, eines der besterhaltenen Moore in Mitteleuropa zu sein. Besuchern erschließt sich das "Hinterzartener Moor" über Wanderwege und einen Laufsteg. Noch bis Oktober bietet die Kurverwaltung sogar fachkundige Führungen durch eine der geheimnisvollsten Landschaften an, in der selbst "fleischfressende" Pflanzen gedeihen. Aber auch ohne Begleitung und sogar mit dem Kinderwagen lässt sich das Moor problemlos erkunden. Durch die Nähe zum Bahnhof Hinterzarten und damit auch zum Kurort hat der Besucher auf kurzen Wegen die Möglichkeit, diese Landschaft mit seiner besonderen Tier- und Pflanzenwelt kennenzulernen. Der kleinste Rundweg ist lediglich 2,4 Kilometer lang und dauert gerademal eine Stunde, der große misst 3,6 Kilometer oder anderthalb Stunden.
Entstanden ist das Moor in der letzten Eiszeit, als Gletscher Mulden und Kuppen bildeten. In einigen Mulden entstanden Tümpel. Das Hinterzartener Moor entstand durch Verlandung mehrerer Tümpel. Das hier gebildete Torf misst eine Mächtigkeit von stellenweise bis zu zehn Metern. Wegen der Nährstoffarmut sowie dem hochstehenden Wasser und dem hohen Säuregrad sowie der verspäteten Vegatation in rund 900 Höhenmeter hat sich eine eigene Vegetation erhalten. Kiefern und Birken haben sich diesen extremen Wachstumsbedingungen angepasst und werden vom Rand zum Zentrum hin immer kleinwüchsiger und kümmerlicher. Die Fläche ist bedeckt von Torfmoosen, die bis zu zehn Zentimeter groß werden, dazwischen wachsen Rauschbeeren, deren Früchte den Heidelbeeren ähnlich sind, jedoch fade schmecken. Mit dem Sonnentau ist sogar eine "fleischfressende" Pflanze im Hinterzartener Moor beheimatet: In der Hoffnung, Nektar vorzufinden, bleiben Insekten auf den Blättern kleben und werden dort zersetzt. Übrig bleibt nur deren Hülle.
Für Besucher hält die Kurverwaltung eine neue Broschüre bereit. Ausführliche Informationen: Tourist-Information Hinterzarten, Postfach, 79854 Hinterzarten; Telefon (07652) 1206-42 bis 44.
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