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Burgruine Zindelstein im Bregtal Donaueschingen

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Burgruine Zindelstein im Bregtal

Auf einem Felssporn an der Landstraße von Bräunlingen (Wolterdingen) nach Vöhrenbach (Hammereisenbach) liegen kaum sichtbar die letzten Reste der Burg Zindelstein. Das Gelände gehört seit Alters her der Fürstenfamilie in Donaueschingen; sie hat kein Interesse am Bestand und gibt die Anlage dem Verfall preis. Konnten noch bis vor kurzem Interessierte die Ruine über einen schmalen Pfad betreten, so ist jetzt der Zugang gänzlich untersagt. Deutlich gemacht wird dies durch Absperrungen und Verbotsschilder. Ein Bräunlinger Heimatverein hatte sich für den Erhalt der Anlage eingesetzt, erhielt jedoch aus dem Donaueschinger Fürstenhaus eine rüde Absage.

Burg Zindelstein wurde bereits 1225 erstmals erwähnt und kam nach der Teilung des Zähringer Besitzes, also dem Tod Bertholds V., des letzten Zähringers, in fürstenbergische Hände. Ein Herr von Bonndorf ist als Vogt bezeugt, auch diente die Burg als Wohnung für Angehörige der fürstenbergischen Grafen. Im Bauernkrieg wurde sie vom “Klettgauer Haufen” unter Führung von Hans Müller aus Bulgenbach ebenso wie die nahegelegene Burg Neu-Fürstenberg niedergebrannt.

Der Name der Burg soll auf den alten Namen Sindoldt zurückführen. Aber auch um diese Burg rankt sich eine Sage. Demnach soll der Ritter der Burg von einem Kreuzzug ins Heilige Land zurückgekehrt sein, und als Kriegsbeute brachte er einen großen Karfunkelstein mit. Dieser soll auf der Burgmauer gelegen haben; er funkelte und “zündelte” nachts weithin sichtbar. Vom Karfunkelstein ist heute nichts me

Die Auffahrt führt vom Weiler Vorder-Zindelstein steil aufwärts bis zum tiefen, künstlich ausgehobenen Burggraben. Die eigentliche Burg steht auf einem isolierten nach Südwesten abfallenden Fels. Schon der Bau der Anlage muss erhebliches Kopfzerbrechen bereitet haben, das belegt der nur noch aus zwei Seiten bestehende Bergfried. Die dritte Seite ist abgestürzt, die Trümmer liegen wild durcheinander in der Grabensohle und sind von Moos überwachsen.

Der (verbotene) Zugang durch den Burggraben, der nach Süden zusätzlich durch einen Wall geschützt ist, führt auf dem alten Weg. Er war so angelegt, dass ein eingedrungener Feind den Verteidigern die nicht durch den Schild geschützte Seite darbot.

Von einem Halbrundturm aus, der aus der Wehrmauer vorspringt, konnte ein Eindringling wirksam unter Feuer genommen wreden. Auch war der Aufstieg zwischen Innen- und Außenmauer durch wenige Männer leicht zu verteidigen. Der nach Südwesten abfallende Burgplatz war durch den Bergfried und eine heute noch stgehende Bauer gut geschützt.

Auf der unteren Seite des Burgplatzes könnte der Palas gestanden haben. Davon sind nur noch wenige Fundamentsteine übriggeblieben. Möglicherweise saß es mit seiner südlichen Front auf der Futtermauer auf. Der Bergfried mit seinen urtümlich groben Quadersteinen zeigt einen großen Durchbruch, in dem man wohl den Eingang vermuten darf. Die schwere Deckplatte hat sich aus dem Verband gelöst, ist aber gesichert und abgestürzt. Der Bergfried konnte durch eine Leiterstiege oder von einem kleineren Gebäude aus betreten werden. Wirtschaftsgebäude, Stallungen und ähnliches könnten noch im südlichen Teil des hier breiteren Grabens gestanden haben.

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